Willkommen

auf dem Aspenhof im schaffhauserischen Klettgau. Wir sind ein Ackerbaubetrieb, der nach biodynamischen Richtlinien pfluglosen Mischfruchtanbau betreibt. Diese Art von Landwirtschaft nennt sich auch Regenerative Agrikultur.

Das Foto-Album finden Sie unter "Hof und Team", "Fotoalbum".

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Vorsommer-Impressionen vom Aspenhof.

Das Lupinen/Hafer/Leindotter-Gemisch wächst dieses Jahr besonders harmonisch. Auf dieser Parzelle hatten wir vor einigen Jahren starkes Auftreten von Disteln und Blacken, den beiden von vielen gefürchteten "Unkräutern". Für uns waren sie einerseits Anzeiger, dass etwas nicht stimmte und gleichzeitig das Instrument, um vorhandene Verdichtungen aufzulösen und den noch in den tieferen Erdschichten vorhandenen Stickstoff an die Oberfläche zu bringen. Wenn man diese wertvollen Helfer schaffen lässt, dann kann eine Parzelle bei zusätzlich flacher Bearbeitung mit leichtem Gerät die Parzelle so aussehen wie auf dem Bild. Hie und da lugt noch eine Blacke aus dem dichten Bewuchs, der bei genauem Hinsehen immer noch für unzählige Kräuter Raum lässt. Beim Zählen der verschiedenen Arten kamen wir auf über 20, was einer aussergewöhnlichen Biodiversität auf einer produzierenden Ackerfläche gleichkommt.
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Bei genauerem Hinsehen sind die Süsslupinen (fahlblau-weisse Blüte), der Hafer (dunkelgrüne, grasartige Blätter) und der Leindotter (gelb blühend) gut zu erkennen. Aber selbst bei dieser guten Bestandesdichte hat es noch Platz für Löwenzahn, Gelbklee, Wegerich, Taubnesseln, Hahnenfuss, Ehrenpreis, Knöterich, Rotklee, Gräser, Kleber, Melde uvm. Das Ziel ist erreicht: Die Mischkultur dominiert und wird angereichert durch eine Vielzahl von Kräutern. Das ist das perfekte und schwer zu erzielende Gleichgewicht zwischen Kultur- und Wildpflanzen, welche am Ende die Artenvielfalt im Boden explodieren lässt und somit zur Humusbildung beiträgt.
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Unsere 4 Polenta-Maissorten, deren Saatgut wir jedes Jahr von Hand ernten, um dann wieder im Frühling auszusäen,  sind dieses Jahr so schön aufgelaufen, wie noch nie. Dies ist die einzige Kultur neben Sonnenblumen und Kartoffeln, wo wir einen Hackgang zwischen den Reihen machen, um den Maispflanzen einen Vorsprung gegenüber den Mitkräutern zu geben. Dabei kommen unsere Urfreiberger zum Einsatz, denen die Arbeit gefällt und mit jeder Reihe besser gelingt. Das alte, stufenlos verstellbare, einreihige Hackgerät ist leicht, handlich und sehr einfach im Unterhalt. Die Arbeit mit den Pferden wertet unser Endprodukt, den feinen Polenta und Bramata auf. Es ist eine schöne, aber schweisstreibende Arbeit, welche ein perfektes Zusammenspiel zwischen Tier und Mensch erfordert. Die weitere Pflege hängt vom natürlichen Auflaufen von vorhandenen Kräutersamen ab. Fehlen diese, machen wir noch einen zweiten Hackgang und säen Kleegras oder Teff (Zwerghirse) als Untersaat ein. So ist der Boden auch beim Maisanbau fast immer bedeckt.
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Die Schweizer-Hühner-Schar hat einen neuen Güggel. Es ist ein Brahma-Hahn. Wir sind schon gespannt, wie die frisch geschlüpften Kücken aussehen, wenn sie erwachsen sind. Vermutlich mal wie ein Marmorkuchen :-)
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Der alte, verrostete Einschar-Pflug für ein Pferdedoppelgespann findet ausser zur Dekoration auf dem Feld keinen Verwendungszweck, denn wir arbeiten bekanntlich pfluglos. Im Garten war er dieses Jahr aber Gold wert, denn dieser wurde nach jahrelangem Brachliegen aufgrund Zeitmangel wieder durch Tochter Fiona ins leben gerufen. Die dichte Grasnarbe konnte elegant unterpflügt werden.
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Für den Anfang schon mal nicht schlecht .....
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